Erste

Eine Ausstellung von Monika Gary-Krug, Benedikt Hipp, Christoph Ruckhäberle und Christian Zieglmeier

20. Juni bis 20. Juli 2008

Kreaturen und Puppen, Masken und Menschen

Der im Dezember 2007 gegründete Neue Pfaffenhofener Kunstverein zeigte in seiner ersten Ausstellung Arbeiten von Monika Gary-Krug, Benedikt Hipp, Christoph Ruckhäberle und Christian Zieglmeier. Auf vier Etagen waren im ehemaligen Schuhhaus Singer in der Münchener Straße 5 in Pfaffenhofen unter dem Titel „ERSTE“ Gemälde, Graphiken und Objektkunst zu sehen.
Alte Spinner, diebische Gärtner oder die tiefe Rührung stellte Christian Zieglmeier auf einem Stockwerk vor. Die Figurenköpfe sind aus einer Nähspule oder einem Rührbesen, die Körper aus Kronkorken oder Feuerzeugen. Schöner Schrott oder Kreaturen? Künstliche Geschöpfe beschäftigen auch Monika Gary-Krug: Ihre großformatigen Gemälde zeigen Puppen, zum Teil recht schemenhaft und wie mit der Wärmebild-Kamera aufgenommen. Mystisch wie klar, satt wie karg, strahlend wie finster wirken die Bilder von Benedikt Hipp. Und Christoph Ruckhäberle präsentierte Linoldrucke ohne Titel – Masken, Muster, Schräglagen.

Die Vernissage am Freitag, den 20. Juni im Rahmen der „Nacht der Kunst“ fand riesigen Anklang. Rund 500 Kunstinteressierte bestaunten die Werke und diskutierten bei Wein und Häppchen mit den anwesenden Künstlern bis tief in die Nacht hinein.

Monika Gary-Krug, geboren 1973 in Pfaffenhofen, studierte an den Akademien Nürnberg und München in den Klassen Colditz, Baschang und Doberauer Freie Malerei. Ihre Bildserien, die nicht selten um das Thema Kind und Puppe kreisen, waren ausgestellt in Augsburg, Erding, Freising, Pfaffenhofen, Nürnberg und München.

Benedikt Hipp (*1977 in München) schloss 2007, nach Aufenthalten in Nürnberg und Bologna, sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Sean Scully ab. Er wurde mit Förderpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Seine diffus-schönen Ölbilder zeigte er in Einzel- und Gruppenausstellungen u. a. in Frankreich, Bonn, Karlsruhe und München.

Christoph Ruckhäberle, geboren 1972 in Pfaffenhofen, lebt und arbeitet als Maler und Graphiker in Leipzig. Er studierte am California Institute of Arts Valencia, war Stipendiat des Walt Disney Charakter Animation Funds und Meisterschüler von Prof. Arno Rink. Neben Matthias Weischer und David Schnell seit neuestem Lehrbeauftragter an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig in der Nachfolge von Neo Rauch. Die Liste seiner Ausstellungen ist lang: New York, London, Los Angeles, Leipzig, München, Paris, Tel Aviv oder Kopenhagen. Seine Arbeiten befinden sich u. a. im MoMA, New York (3 Werke hängen in der Zeitgenössischen Sammlung, eines in der Graphischen Sammlung). Von Christoph Ruckhäberle erschien im Herbst 2008 im Prestel Verlag eine Monografie in der Reihe Kunstwerkstatt.

Christian Zieglmeier, nicht mehr ganz 34, studierte in München Kommunikationsdesign und schafft seit über zehn Jahren an einer Serie von „Kreaturen“. Diese Material-Figuren waren in zahlreich in München zu sehen und bevölkern sein Wohn-Atelier.