Christian Zieglmeier - Kubus

Vernissage


17. Oktober bis 26. November 2009

Christian Zieglmeier

Sie heißen „Diebischer Gärtner“, „Verbindlichkeit“ oder „Beziehungskiste“.

Schon zur Nacht der Kunst 2008 begeisterten Christian Zieglmeiers Kreaturen in der ersten Ausstellung „ERSTE“ des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins im Singerhaus.


Nun bespielte der in München lebende Künstler den Kubus in den Kulturhallen und kreierte darin auf 12 qm eine kleine, kompakte, private Welt, die sich inmitten der großen, leeren Halle präsentierte. Dabei wurde die Raum-Installation - im doppelten Wortsinn – nicht als etwas Abgeschlossenes, Finales präsentiert, sondern entstand vor den Augen der Besucher im Zeitraum der Ausstellungsdauer. An jedem Tag wurde die Installation, in der Zieglmeier Begriffe wie Heimat, Einrichtung, Orientierung oder Besitz reflektierte und bearbeitete in einem anderen Aggregatzustand gezeigt. Im und am Kubus wurde ein dreidimensionaler Raum, nämlich Zieglmeiers eigene Werk- und Wohnstatt, auf die zweidimensionale Wandfläche durch Techniken wie Zeichnung, Malerei und Collage übertragen.


Für diese einmalige Installation hat Christian Zieglmeier, ganz entgegen seiner sonstigen Arbeitsweise, größtenteils Papier verwendet, „dadurch ist das Ganze faltbar und in etwa 2 Aktenkoffern unterzubringen“. Auf seine mitunter eigenbrötlerische und immer fantasievolle Weise versuchte der Künstler die Frage zu klären, „ob die Welt dem Kopf folgt oder jener der (selbstgemachten) Vorstellung von Welt“.


Die Vernissage dieser außergewöhnlichen Ausstellung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins im Rahmen des Kulturherbstes fand am 16.10. statt und begann um 21 Uhr mit einer Eröffnungsrede unseres Kulturreferenten Steffen Kopetzki, mit der er die Besucher amüsieren konnte. Danach führte Christian Zieglmeier die Interessenten herum und beantwortete mit Elan die ihm gestellten Fragen. Des Weiteren gab es ein kleines Büffet mit Köstlichkeiten der Metzgerei Krammer sowie einen Umtrunk mit Wasser und Wein, zu dem sich auch andere Künstler wie Markus Jordan oder Ulrich Brüschke einfanden.


Faszinierend wirkten die an der Außenwand des Kubus auf eigene Art und Weise filigran gezeichneten Darstellungen sowie die rundherum in der Kulturhalle aufgehängten DIN-A4 Blätter, die mit kräftigen Wasserfarben allerlei Gedanken zum Thema aufwarfen. Diese starke Ausstellung der anderen Art lässt sich schwer beschreiben, man muss es selbst gesehen haben.


Schön dass der Eintritt zur Vernissage wie zur Ausstellung frei war, so sahen sich noch mehr Kunstinteressierte diese Live Life Art an. Man kann von einem weiteren Pfaffenhofener Kunstvereinserfolg sprechen, und selbstredend auch von einem Erfolg Christian Zieglmeiers.


Kunsthalle

Ambergerweg

85276 Pfaffenhofen a.d.Ilm