Beuys und die Demokratie

Ausstellung

15. Juli bis 7. August 2011

„Die Verwirklichung der Demokratie ist die primäre Aufgabe der Kunst in der Gegenwart!” (Joseph Beuys)

Das Beuys-Projekt des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins „Beuys und Die Demokratie” hat rund 1600 Besucher und Besucherinnen aus Bayern und dem übrigen Deutchland angelockt. In den vergangenen Wochen kam es in der Kulturhalle immer wieder zu überraschenden und interessanten Begegnungen. Die Landratskandidaten Rolf Deml und Martin Wolf machten dem Projekt kurz vor der entscheidenden Stichwahl ebenso ihre Aufwartung wie ehemalige Weggefährten von Joseph Beuys. Dr. Rhea Thönges-Stringaris, die an der Sozialen Skulptur „7000 Eichen” mitarbeitete, jetzt als Kunsthistorikerin in Kassel und Athen lebt, lobte die Pfaffenhofener Beuys-Macher: „Viel Licht und viel Leichtigkeit – Beuys der Bilder und der Inhalte. Eine schöne pfiffige Ausstellung.” Siegfried Sander, der an der Seite von Beuys einige Multiples realisierte und heute als Galerist und Editeur in Hamburg lebt, meinte spontan: „Eine tolle Ausstellung! Klasse!” Zum Abschluss der zweiten Projektwoche war Rainer Rappmann mit seinem FIU (Freie Internationale Universität) -Verlag wieder in der Kulturhalle. Neben einer ungewöhnlichen und inspirierenden Führung, die TeilnehmerInnen erarbeiteten die Fakten und Ideeninhalte zum Beispiel der Capri-Batterie im gemeinsamen Dialog, zeigte er in einer Sondervorführung für Kunstvereinsmitglieder in der Kino-Black-Box der Halle aus seinem Film-Privat-Archiv ein von ihm durchgeführtes Interview mit Joseph Beuys – aufgenommen im Garten eines Freundes – über 7000 Eichen, die Grünen und die Kunst in der Politik. Die letzte sehr gut besuchte Führung übernahm Kunstvereinsvorsitzender Steffen Kopetzky selbst. Dies wird nicht das letzte Beuys-Projekt in Pfaffenhofen gewesen sein, denn nach wie vor sind die künstlerischen Aussagen von Beuys aktuell. Bereits nächstes Jahr soll in Zusammenarbeit mit dem Imker-Kreisverband ein Projekt „Beuys und die Bienen” verwirklicht werden.

Hier finden Sie eine Reportage des Zündfunks (Radio Bayern 2) über die Ausstellung.