Salzland

Ausstellung von Peter Busch

28. September bis 15. Oktober 2008

Brillant gemalte Gegenwelten
Trügerische Ruhe
Verlangsamte Welt

Die zweite Ausstellung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins zeigte Malerei von Peter Busch im neu bezogenen Domizil am Pfaffenhofener Bahnhof.

Peter Busch (Jahrgang 1971) zählt zu den Vertretern der Neuen Leipziger Schule, der wie Tim Eitel, Tilo Baumgärtel oder auch Matthias Weischer, neben denen er in den letzten Jahren in Ausstellungen zu sehen war, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert hat. Sein Lehrer Arno Rink, „der Maler-Macher aus dem Osten“, wie die Süddeutsche Zeitung unlängst titelte, zeigte seine Werke parallel ebenfalls in Bayern, in der Festhalle von Hohenaschau.

Peter Buschs Bilder sind harmonisch anmutende Gegenwelten der Stille und Verträumtheit, weit weg von der Umtriebigkeit der Großstadt. Motivische Erinnerungen an Edward Hopper werden geweckt. Es ist eine unaufgeregte Malerei, Peter Busch malt Motive, die man wieder zu erkennen glaubt. Trotzdem haftet seinen Bildern ein beängstigender Grundton an, das Gefühl, dass bald etwas geschehen müsse, wobei der Zeitpunkt ungewiss bleibt. Der Dunst, der Nebel - das Diffuse, das seinen Bildern anhaftet, entsteht, indem er die Bildfläche in einer reduzierten Farbpalette aus Grau-, Blau- und Grüntönen moduliert. Am häufigsten muss er Weiß nachkaufen. Das Weiß legt sich wie ein Schleier über die Motive, fein nuancierte Zonen des Smufato, der Technik mit der schon Leonardo da Vinci eine einzigartige Weichheit und Bildtiefe erreicht hat, verleihen den Gemälden eine reiche und impressionistische Textur.
Busch zelebriert Malerei. Es ist die koloristische Qualität, die Art und Weise wie Flächen auf dem Malgrund geschichtet werden oder auch nur die suggestive Wirkung, die von einem brillant gemalten Sonnenfleck auf einer Wasseroberfläche ausgeht. Peter Busch ist hier der einzige, der an die malerische Sinnlichkeit der nachimpressionistischen Zeit anknüpft.

Zur Vernissage kamen zahlreiche Besucher aus Pfaffenhofen, München und Leipzig. Der Künstler und sein Galerist Matthias Kleindienst waren ebenfalls anwesend. Viele Kunstinteressierte und Bahnreisende nutzten in den folgenden Wochen die Gelegenheit und schauten sich die Werke Peter Buschs an. Mitglieder des Kunstvereins konnten eine eigens aufgelegte Graphik von Busch erwerben.