Neuer Pfaffenhofener Kunstverein bringt Kunst auf die Straße

Ausstellung im öffentlichen Raum

ab August

Christoph Ruckhaeberle, ohne Titel, 2020, Öl auf Leinwand, 220 x 160 cm

Die geplanten Ausstellungen der Fotofreunde, der Klasse Ruckhäberle sowie des serbischen Künstlers Ljuba Popovic in der Kunsthalle musste der Neue Pfaffenhofener Kunstverein aufgrund der Corona-Pandemie und des Lockdowns im Frühjahr und Sommer absagen. Der Vorstand rund um Steffen Kopetzky und Karin Probst, möchte aber weder die Künstler*innen noch sein Publikum im Stich lassen und diskutierte eifrig andere Möglichkeiten, die Pfaffenhofener Kunstszene zu bereichern und neue künstlerische Impulse zu setzen, ganz wie in den zwölf Jahren seit der ersten Ausstellung des Vereins. Damals im Jahr 2008 begann alles mit ERSTE, einer Gruppenausstellung mit Positionen von Benedikt Hipp, Christoph Ruckhäberle, Monika Gary-Krug und Christian Zieglmeier. Seitdem folgten die Gruppenausstellungen ZWEITE (2013) und DRITTE (2018) jeweils in der Kunsthalle und ebenfalls mit Pfaffenhofener Künstlern. Die eigentlich erst für 2023 geplante Ausstellung VIERTE findet nun im Corona-Sommer statt, wenn auch unter anderen Bedingungen. Um Abstandsregeln oder Hygienevorschriften zu umgehen und den Kunstinteressierten dennoch ein anspruchsvolles Projekt zu bieten, verlegt der Verein die Kunst in den öffentlichen Raum und zeigt ab August 30 Plakate im Innenstadtbereich von Pfaffenhofen. Die Künstler liefern das Motiv. Der Kunstverein setzt es in den Rahmen seiner Ausstellung und macht ein Plakat daraus. Unterstützt wird der Verein dabei von der Sparkasse Pfaffenhofen.

Die Entscheidung darüber, wessen Motive die Pfaffenhofener*innen in ein paar Wochen bewundern dürfen, trifft ab sofort das Kuratorium bestehend aus Karin Probst, Maria Tischner, Norbert Käs, Pit Riegler und Markus Seufert. Künstlerinnen und Künstler aus Pfaffenhofen sind aufgerufen, sich für VIERTE beim Verein zu bewerben. Jeweils ein Motiv kann via E-Mail an Maria.tischner(at)kunstverein-Pfaffenhofen.de bis zum 3.7. 2020 eingereicht werden. Der Verein behält sich vor, neben den eingereichten aktuellen Motiven auch Künstler*innen, die dem Verein seit jeher verbunden sind, zu berücksichtigen oder historische Werke in der Plakatedition aufzulegen. Um Spannung und Vorfreude zu erhöhen, wird auch das eine oder andere Motiv ausgewählter Künstler schon vorab bekannt gegeben werden. Den Anfang damit macht der Kunstverein mit einem Motiv von Professor Christoph Ruckhäberle - 29 Positionen sind also jetzt noch offen.