DER KUNSTKOPFMANN
Die letzte Reise des Tönefängers Matthias
von Spallart nach Amazonien

Großes Hörradio – Live-Streaming des Sourround-Hörstückes

29. Juni 2018

Foto: Helmut Kopetzky

Herbst 1980. Ein Mann packt das Nagra-IV-Aufnahmegerät und 120 Spulen Magnetband, dazu ein Paar gerade erfundene Dummy Head Mikrophone für Kunstkopf-Aufnahmen, die den Klang so räumlich wiedergeben sollen, wie keine andere Technik zuvor. Sein Plan: die letzten Refugien der brasilianischen Urbevölkerung klanglich einzufangen und mit der Akustik der beginnenden industriellen Ausbeutung des Regenwalds ohne eigenen Kommentar zu konfrontieren. Vor Ort erweist sich die Idee als undurchführbar. Der 37-jährige Hörspielmacher Matthias von Spallart erhängt sich nach der Rückkehr von seiner abenteuerlichen Reise. 

Helmut Kopetzky, geb. 1940 in Mährisch-Schönberg, lebt in Fulda. Kopetzky gilt als einer der großen Feature-Autoren des europäischen und weltweiten Original-Ton-Dokumentar-Radios. Er erhielt mehrfach die wichtigsten Auszeichnungen der Radiowelt wie Prix Futura, Prix Europa und Japan Prize. Mit dem 24stündigen Feature „Ein Tag in Europa”, das er beim Hessischen Frankfurt realisierte, schrieb er Radiogeschichte. „Der Kunstkopfmann“ ist Helmut Kopetzkys letzte Arbeit – ein Meisterwerk der Radiokunst.

Zwischen und 18 und 22 Uhr wird das Hörstück Non-stop in Quadrophonie in der Halle und als Livestream für Smartphones und Kopfhörer gespielt. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung im Rahmen der „Langen Nacht der Kunst und Musik“.