Symposium „Beuys und Die Bienen”

Kooperationsveranstaltung des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins, Imker-Kreisverband, Imkerverein Pfaffenhofen und Soziale Skulptur HALLERTAUER.

18. bis 20. Mai 2012

Im letzten Jahr zeigte der Neue Pfaffenhofener Kunstverein in seiner großen Beuys-Schau mehr als 70 Originale des bedeutenden Künstlers und konnte rund 1600 Besucher begeistern. Schon während der Ausstellung „Beuys und Die Demokratie” entstand die Idee, einen weiteren Aspekt im Beuyschen Schaffen sichtbar zu machen: die Verbindung von Joseph Beuys Werk zu den Bienen. Zusammen mit dem Imker-Kreisverband und erneut mit der Sozialen Skulptur HALLERTAUER um Beuys-Kenner Manfred „Mensch” Mayer veranstaltet der Neue Pfaffenhofener Kunstverein nun das dreitägige Symposium „Beuys und Die Bienen”.

Beginn ist am 18. Mai um 18 Uhr mit der der Eröffnung der Ausstellung und den Reden von Kunstvereinsvorsitzendem Steffen Kopetzky und Imker-Kreisverbandvorsitzendem Albrecht Pausch. Am 19. Mai sprechen ab 13 Uhr Prof. Prof. h.c. Matthias Kunth, von der Fudan Universität in Shanghai sowie Dr. Rhea Thönges-Stringaris, Kunsthistorikerin und Archäologin/Kassel/Athen und Beuys Verleger Rainer Rappmann aus Wangen. Am 20. Mai stellt Manfred „Mensch” Mayer die neue HALLERTAUER-GUT(e)-SCHEIN(e)-Serie 2012: „Bien und Mensch” der Sozialen Skulptur HALLERTAUER vor und im Anschluss hält Beuys-Schüler Johannes Stüttgen aus Düsseldorf einen seiner legendären Vorträge.

Wer Beuys sagt und Demokratie – die umfassendste und bedeutenste aller Sozialen Skulpturen – denkt und lebt, der oder die landet per se bei den Bienen. Denn, so Joseph Beuys, Honig fließt in alle Richtungen! Demokratie auch!

Joseph Beuys (1921–1986), Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, setzte sich in seinem umfangreichen Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander. Dies führte zu seiner spezifischen Definition eines „Erweiterten Kunstbegriffs“ und zur Konzeption der Sozialen Plastik als Gesamtkunstwerk, in dem er Ende der 1970er Jahre ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft forderte. Er gilt bis heute weltweit als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Die Honigbiene ist kein Einzelwesen. Sie organisiert sich in einem Superorganismus, der mit „der Bien“ bezeichnet wird. In ihm wirken alle am Gemeinschaftswerk. Dieser Superorganismus hat zudem Fähigkeiten entwickelt, die die einzelne Biene nicht beherrscht. Bienenprodukte wie Honig, Propolis und Blütenpollen sind schon seit Jahrtausenden als Nahrungsmittel, Energieträger und Heilmittel bekannt. Dennoch ist der Lebensraum der Biene in der vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft bedroht. Obwohl auch der Mensch kein Einzelwesen ist, so ist es ihm noch nicht gelungen einen entsprechenden Superorganismus „Menschheit” zu gestalten, der dem

Gemeinwohl aller – also einschließlich dem der Bienen - dient. Gemeinwohl kann nur im Einklang mit der Natur – also mit uns selbst, als Teil der Natur – entstehen. In Beuys‘ Leben und Wirken ging es zentral um die Erweiterung von Bewusstsein für diese Zusammenhänge. Für Beuys sind Tiere, insbesondere auch die Biene, Repräsentanten, Helfer und Wegweiser auf dem Weg zur Erkenntnis. Das Symposium „Beuys und Die Bienen” soll eine Art HonigEnergiePumpe am GestaltungsArbeitsPlatz sein bzw. als eine Etappe dorthin wirken. Oder, wie Joseph Beuys es formulierte: „Gib mir Honig!”