LANDPARTIE 3: Noch immer ist der Verzehr von Pilzen mit Vorsicht zu genießen!

Felix Burger

Eine Ausstellungsreihe ausgesucht von Benedikt Hipp

15. bis 30. September 2012

Grand Central Station im Bahnhof Pfaffenhofen

Die Ausstellungstrilogie „Landpartie – Noch immer ist der Verzehr von Pilzen mit Vorsicht zu genießen” des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins geht nun in die letzte Runde. Das Finale bildet die Schau „Grand Central Station” des Münchner Künstlers Felix Burger, die von Freitag, den 14. September bis Sonntag, den 30. September im Pfaffenhofener Bahnhof zu sehen sein wird. Der 30-jährige Felix Burger, dessen erste Einzelausstellung gerade in Berlin stattfand, hat in München, Wien und Köln studiert; seine Abschlussarbeit wurde mit dem Diplompreis der Steinerstiftung ausgezeichnet. 2010 lebte er als Artist in Residence in New York, seit einem Jahr hat Burger ein Stipendium der Kunststiftung NRW und arbeitet zumeist in Düsseldorf. Felix Burger arbeitet mit verschiedenen Medien; hauptsächlich jedoch nutzt er Film und Video, die er dann in Projektionen oft mit Installationen kombiniert. In seinen Werken kommt es zu einer Verwischung der Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit: so werden beispielsweise historische Fakten vermengt mit autobiographischen Ereignissen.Für Pfaffenhofen hat Felix Burger, der wie zuvor Frank Hutter und Wolfgang Kaiser von Benedikt Hipp für die Ausstellungsreihe „Landpartie I–III” eingeladen wurde, eine neue Arbeit geschaffen und sich dabei von der Räumlichkeit der alten Gepäckhalle, die der Kunstverein mit Burgers „Grand Central Station – Pfaffenhofen” nun letztmalig bespielt, inspirieren lassen. Durch die Verlegung von Architekturfragmenten der Grand Zentral Station in New York – das plastische Nachstellen einer der berühmtesten Fotografien der Welt – wird der Raum umgedeutet, vorhandene Relikte wie z. B. die Bahnhofsuhr korrespondieren mit der künstlichen Intervention. Das Licht von Manhattans Lower Eastside fällt in die Bahnhofshalle von Pfaffenhofen. Durch die akustische Ebene sowie dem Monitor, der an einem Überwachungsmonitor erinnert, wird der Bahnhof zur mentalen Metapher, die „Grand Central Station Pfaffenhofen” wird zum Wartesaal vor der Fahrt ins kollektive Verderben. Auch hier werden reale historische Ereignisse für Burgers fiktionale Geschichte genutzt und umgewertet. Am Freitag, den 14. September wird Burgers Inszenierung, die ebenso wie seine bekannten Arbeiten „Warum ich lieber Märchenkönig als Künstler geworden wäre” oder „Missionary and Tramp” Anspielungen auf biographische Eckdaten des Künstlers mit Verweisen auf historische Ereignisse zu narrativen, fingiert dokumentarischen Schilderungen verbindet, in Anwesenheit Felix Burgers und seines Kollegen Benedikt Hipp ab 20 Uhr bei freiem Eintritt eröffnet.