DRITTE

Jubiläumsausstellung

28. April bis 21. Mai 2018

Zehn Jahre nach seiner Debütausstellung im Singerhaus zeigt der Neue Pfaffenhofener Kunstverein aus Anlass dieses Jubiläums heuer die große Gruppenausstellung DRITTE in der Kunsthalle Pfaffenhofen. Im Sommer 2008 präsentierte sich der Neue Pfaffenhofener Kunstverein kurz nach seiner Gründung erstmals in der Öffentlichkeit mit der Gruppenausstellung „ERSTE”. Fünf Jahre später folgte mit ähnlichem Konzept die „ZWEITE” und dieses Jahr setzt nun – zum zehnjährigen Ausstellungsjubiläum – die DRITTE diese Reihe fort. Zehn ausgewählte Pfaffenhofener Künstler sind dabei vertreten.

Eröffnet wird die große Jubiläumsausstellung in Anwesenheit der Künstler am Freitag, 27. April 2018. Sie ist bis zum 21. Mai 2018 (Pfingstmontag) zu sehen. Auch dieses Mal ist es dem Verein, der jedes Jahr neben bedeutenden regionalen und nationalen auch internationale Künstler in die Kreisstadt holt, wieder gelungen, eine hochkarätige Ausstellung mit interessanten Künstlern zu organisieren. Neben alten Bekannten wie Christoph Ruckhäberle, Benedikt Hipp, Norbert Käs, Reiner Schlamp, Sebastian Klein, Sebastian Daschner und Herbert Klee sind erstmalig auch Gottfried Müller, Philipp Brosche und Heribert Wasshuber mit dabei. Wie schon im vergangenen Jahr zu „Ladder to Heaven” eindrucksvoll unter Beweis gestellt entfaltet die Kunsthalle gerade als herausragender Ort für Gruppenausstellungen ihren ganz besonderen Charme und Charakter. Zum zehnjährigen Ausstellungsjubiläum zeigt der Neue Pfaffenhofener Kunstverein einmal mehr eine spannende und anregende Schau – besonders vor dem Hintergrund der verschiedenen Künstler, so unterschiedlicher Lebensalter und Werdegänge, mit ihren speziellen, ganz eigenen Positionen, Kunstformen und Stilen.

Philipp Brosche, 1990 in Pfaffenhofen geboren, vor zwei Jahren mit dem Kulturförderpreis der Stadt ausgezeichnet, gilt als Pfaffenhofener Multitalent, ist er doch nicht nur als bildender Künstler sondern auch als Musiker aktiv. Brosche, Multitalent an Gitarre, Pinsel und Filzstift studierte zeitweilig an der Akademie der Bildenden Künste in München. Er dürfte den meisten Pfaffenhofenern aus dem Kreativquartier bekannt sein, wo er selbst ein Atelier hat und auch die Fassade des Hauses gestaltet hat. Seine Arbeiten waren in mehreren Ausstellung zu sehen.

Sebastian Daschner, 1980 in München geboren, ist hauptberuflich Kulturmanager der Stadt Pfaffenhofen und freischaffender Künstler. Großes Augenmerk legt Daschner auf die Materialität der Arbeiten; er collagiert gefundene Hölzer und alte Pappe, verwendet diese als Maluntergrund, er arbeitet mit Pinsel, Sprühdosen, mit Schablonen, Farbroller und verarbeitet Acryl-, Lack-, Fassadenfarben und offenbart auch darin seine Wurzeln im Bereich der Street- und Urban Art.

Benedikt Hipp, 1977 in München geboren, aufgewachsen in Pfaffenhofen, war Meisterschüler bei Sean Scully. Er wurde mit Förderpreisen und Stipendien ausgezeichnet. Noch als Student erhält er den Oberbayerischen Förderpreis für Nachwuchskünstler im Bereich Malerei; 2005 folgt der Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen. Seine diffus-schönen Ölbilder, Arbeiten auf Papier, Objekte und Skulpturen zeigte er in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Frankreich, Italien, Portugal, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Irland, Iran, in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Karlsruhe und München, herauszuheben sind die Schauen in der Deutschen Bundesbank Sammlung in Frankfurt (2009), dem Bielefelder Kunstverein (2010), im Kunstpalais Erlangen (2012) und im Wilhelm Hack Museum in Ludwigshafen (2015), im Haus der Kunst, München (2018). Er gilt als eine der wichtigsten jungen Künstler der fantastischen Kunst der Gegenwart.

Norbert Käs, Jahrgang 1963, ist in Pfaffenhofen aufgewachsen und ist der 8. Kulturförderpreisträger der Stadt Pfaffenhofen: 2001 war ihm der Preis als dem ersten Bildenden Künstler zugesprochen worden. Er studierte Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und war dort auch Meisterschüler bei Georg Pfahler. Nach seiner Ausbildung arbeitete er in Rom, Berlin, Barcelona und Krakau und stellte seine Bilder unter anderem in Ausstellungen in ganz Deutschland, der Schweiz und in Frankreich aus. 

Herbert Klee wurde 1946 in Pfaffenhofen geboren und lebt seit vielen Jahren als Maler, Karikaturist und Bildhauer im Landkreis Miesbach. Er hat den Kontakt in die Hallertau allerdings nie abbrechen lassen. Immer wieder beteiligte er sich an Ausstellungen und Ausschreibungen in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen. Zuletzt in Pfaffenhofen zu sehen waren seine Arbeiten bei der vielbeachteten Ausstellung „ZWEITE”, die der Neue Pfaffenhofener Kunstverein fünf Jahre nach seiner allerersten, damals mit „ERSTE” betitelten Schau Pfaffenhofener Künstler, in den Ausstellungsflächen im Ambergerweg zeigte. Bekannt ist Herbert Klee für seine Vielseitigkeit, sowohl was seine künstlerische Technik, als auch was seine Themen betrifft. Seine Bilder verknüpfen Ausdrucksmittel von Malerei und Karikatur, um den Attitüden und Besonderheiten seiner Zeitgenossen auf die Spur zu kommen.

Sebastian Klein, Jahrgang 1982, lebt und arbeitet in Pfaffenhofen. Er studierte an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. 2011 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen, 2012 gestaltete er das Volksfestplakat und stellt in der Kreisstadt auch immer wieder gemeinsam mit anderen Künstlern aus. Zuletzt waren seine Werke 2014 in der Ausstellung „Zweite” des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins zu sehen.

Gottfried Müller, 1968 in Balingen geboren, lebt in Hettenshausen. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seit 1998 ist er freischaffender Künstler und Illustrator, seit 2010 Professor für Architekturdarstellung an der TU Dortmund. Er hat neben zahlreichen Publikationen in Architektur- und Kulturfachzeitschriften eine Vielzahl von Ausstellungen gezeigt. Seine Zeichnungen, in denen verschiedene Stile und Techniken, Malerei und Grafik verschmelzen, waren 2006 in der Pinakothek der Modernen und 2012 in der Eremitage in Sankt Petersburg zu sehen, 2010 sauf der Architekturbiennale in Venedig.

Christoph Ruckhäberle, 1972 in Pfaffenhofen geboren, lebt und arbeitet in Leipzig. Er studierte beim jüngst verstorbenen Maler und Professors Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und lehrt dort inzwischen als dessen Nachfolger. Er war neben Matthias Weischer, David Schnell, Tim Eitel, Peter Busch und weiteren Mitbegründer der Produzentengalerie „Liga” in Berlin und ist Inhaber des LUBOK-Verlags für Buchkunst. Der prominente Vertreter der Neuen Leipziger Schule stellte in New York, London, Los Angeles, Leipzig, München, Paris, Tel Aviv und Kopenhagen aus. Seine Arbeiten befinden sich im MoMA, New York (3 Werke hängen in der zeitgenössischen Sammlung, eines in der Graphischen Sammlung).

Reiner Schlamp, 1936 in München geboren, absolvierte sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in München bei namhaften Lehrern wie Anton Marxmüller (Malerei), Josef Henselmann (Bildhauerei), Adolf Thiermann (Radierung) und Herbert Kern (Siebdruck). 1952 machte er eine Ausbildung als Puppenspieler am „Münchner Marionetten Theater” und beschäftigt sich seither intensiv mit dem Medium Figurentheater. Er ist Mitbegründer der Künstlergemeinschaft „Gruppe Luni” und Gründungsmitglied des Kunstgremiums Pfaffenhofen, das die Städtische Galerie im Haus der Begegnung ins Leben gerufen hat. Als Maler und Radierer, Bildhauer hat er Hunderte von Bildwerken geschaffen.

Heribert Wasshuber, der zum ersten Mal in der Kunsthallte ausstellen wird, wurde 1944 in Zwiesel geboren, lebt und arbeitet in Scheyern. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Günter Fruhtrunk. Schwerpunkte seiner bildnerischen Arbeit sind die Zeichnung, die Malerei und die Fotografie. Seine Werke sind Resultate zahlreicher Studien- und Arbeitsreisen, die ihn u. a. nach Island, Grönland, Frankreich, Griechenland und Wales führten. Wasshuber komponiert seine Arbeiten in tatsächlicher Weise und entwickelt dabei eine ganz eigene Interpretation des Landschaftsbildes: Über mehrere Arbeitsschritte und verschiedene Techniken hinweg bewegt er sich von der anfangs einfachen topografischen und rein abbildenden Zeichnung zur fertigen Komposition.

 

Kunsthalle
Ambergerweg 2
Pfaffenhofen a. d. Ilm

Eröffnung am Freitag, 27. April 2018 um 19.30 Uhr. Die Künstler sind anwesend.
Finissage am Pfingstmontag, 21. Mai 2018 

Ausstellung:
28. April bis 21. Mai 2018

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 15 bis 18 Uhr

Eintritt frei